Von Betroffenen für Betroffene

ADHS verstehen –
ehrlich und verständlich

Ich lebe selbst mit ADHS. Dieses Portal ist das, was ich mir damals gewünscht hätte: klare Informationen ohne Fachchinesisch, ohne Heilsversprechen, für Erwachsene und Eltern.

Erwachsener Mann sitzt ruhig und konzentriert an einem Schreibtisch mit Notizbuch und Kaffee – ein Bild für ADHS im Erwachsenenalter
5–7 %
Kinder weltweit
mit ADHS
2,6 %
Erwachsene
betroffen
3
Hauptformen
von ADHS
60 %
bleiben bis ins
Erwachsenenalter betroffen

Dein Bereich

ADHS sieht bei einem Kind anders aus als bei einem Erwachsenen. Deshalb gibt es hier zwei getrennte Bereiche, mit Inhalten, die wirklich zu dir passen.

01

Für Erwachsene mit ADHS

Du fragst dich, ob deine Vergesslichkeit, dein Gedankenchaos oder deine innere Unruhe mehr sein könnte als Stress? Hier findest du Informationen zu typischen Anzeichen im Erwachsenenalter, zum Diagnoseweg und zu konkreten Strategien für Alltag und Beruf.

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02

Für Eltern von Kindern mit ADHS

Dein Kind ist impulsiv, kann sich schwer konzentrieren oder eckt in der Schule ständig an? Hier findest du Orientierung zu Diagnose, Schulalltag, Erziehung und Entlastung für die ganze Familie, ohne Schuldzuweisungen.

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Illustration eines menschlichen Gehirns mit leuchtenden neuronalen Verbindungen in Blau-Petrol – symbolisiert die Neurobiologie von ADHS
ADHS ist neurobiologisch, das Gehirn verarbeitet Reize und Belohnungen anders.

ADHS ist nicht gleich ADHS

Es gibt verschiedene Formen, und welche vorliegt, verändert sich manchmal sogar im Laufe des Lebens.

Hyperaktiv-impulsiver Typ

Motorische Unruhe, Impulsivität und Schwierigkeiten, ruhig zu warten, dieser Typ fällt früh auf.

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Unaufmerksamer Typ (AuDHS/ADS)

Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit und Desorganisation stehen im Vordergrund, Hyperaktivität fehlt oft.

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Kombinierter Typ

Sowohl Unaufmerksamkeit als auch Hyperaktivität und Impulsivität sind in klinisch relevantem Ausmaß vorhanden.

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Alle Formen im Überblick →
„Auch wenn meine Domain adhs-krankheit.de heißt: Ich sehe ADHS heute nicht als Defekt, sondern als eine andere Art der Gehirnverdrahtung. Wer damit lebt, kennt nicht nur Herausforderungen. Er kennt auch Stärken, die andere nicht haben.", ich war nicht faul oder willensschwach. Mein Gehirn funktioniert einfach anders."
ℹ️

Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei medizinischen Fragen wende dich bitte an einen qualifizierten Arzt oder Psychologen.

Krankheit oder Neurodivergenz?

Meine Domain heißt adhs-krankheit.de, weil das der Begriff ist, nach dem Menschen suchen. Aber ich selbst sehe ADHS nicht primär als Defekt, sondern als eine andere Art, wie ein Gehirn funktioniert. Das ändert nichts daran, dass ADHS echte Herausforderungen mit sich bringt. Beides ist wahr.

Medizinisch gesehen

ADHS ist offiziell als psychische Störung eingestuft (ICD-10: F90). Das bedeutet: Sie ist anerkannt, behandelbar und hat klare Diagnosekriterien. Betroffene haben Anspruch auf Unterstützung durch das Gesundheitssystem, Medikamente, Therapie und Nachteilsausgleiche.

Meine Erfahrung

Ich lebe heute ohne Medikamente und ohne Antidepressiva, nicht weil ADHS bei mir verschwunden ist, sondern weil ich gelernt habe, mit meinem Gehirn zu arbeiten statt dagegen. Die Diagnose war keine Niederlage. Sie war der Anfang von etwas Besserem.

Ob du ADHS als Erkrankung siehst, die behandelt werden soll, oder als Teil deiner Identität, das darfst du selbst entscheiden. Diese Seite versucht, beides zu respektieren.

Der Weg zur ADHS-Diagnose als Erwachsener

Eine ADHS-Diagnose im Erwachsenenalter ist möglich, sinnvoll und kann vieles verändern. Der Prozess umfasst ein ausführliches Gespräch, standardisierte Fragebögen und den Ausschluss anderer Ursachen.

  • Erster Schritt: Hausarzt oder Psychiater Lass dich zum Psychiater oder Neurologen überweisen.
  • Diagnostisches Gespräch Ausführliche Anamnese zu Kindheit und aktuellem Alltag.
  • Fragebögen & Tests Standardisierte Instrumente wie DIVA oder Conners-Skalen.
Zur Diagnosepage →
Psychiaterin und Patient in einem freundlichen Diagnosegespräch – vertrauensvolle Atmosphäre für die ADHS-Diagnose bei Erwachsenen
  • ADHS betrifft nicht nur Kinder, viele Erwachsene erfahren erst spät von ihrer Diagnose.
  • Es gibt verschiedene Formen, darunter den unaufmerksamen Typ (AuDHS).
  • Diese Seite informiert, ersetzt aber keine ärztliche Beratung.

FAQ: Das fragen Betroffene am häufigsten

Gesammelt aus den meistgestellten Fragen in Foren, Selbsthilfegruppen und bei Ärzten.

ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Es handelt sich um eine neurobiologische Entwicklungsbesonderheit, die sich durch Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und oft auch durch innere oder äußere Unruhe zeigt. ADHS ist keine Willensschwäche, das Gehirn verarbeitet bestimmte Reize und Belohnungen schlicht anders.
Nein. ADHS wurde lange vor allem bei Kindern diagnostiziert, doch inzwischen ist bekannt, dass die Symptome bei rund 60 % der Betroffenen auch im Erwachsenenalter bestehen bleiben, oft in veränderter Form. Viele Erwachsene erhalten ihre Diagnose erst zwischen 30 und 50 Jahren.
AuDHS beschreibt den vorwiegend unaufmerksamen Typ von ADHS, der früher häufig als ADS bezeichnet wurde. Beide Begriffe meinen im Kern dasselbe: eine Form von ADHS, bei der Konzentrationsprobleme und Desorganisation dominieren und Hyperaktivität weniger auffällig ist. Offiziell heißt es heute nach DSM-5 und ICD-11 einheitlich „ADHS".
Der erste Schritt ist ein Gespräch mit dem Hausarzt, der dich zu einem Psychiater oder Neurologen überweisen kann. Die Diagnose erfolgt durch ein ausführliches diagnostisches Gespräch, standardisierte Fragebögen (z.B. DIVA-Interview, Conners-Skalen) und den Ausschluss anderer Erkrankungen. Wartzeiten können leider lang sein, informiere dich auch über Privatpraxen.
ADHS wird multimodal behandelt: Medikamentös (z.B. Methylphenidat, Lisdexamfetamin, Atomoxetin), psychotherapeutisch (vor allem kognitive Verhaltenstherapie) und durch Coaching sowie Selbstmanagement-Strategien. Was am besten hilft, ist sehr individuell, immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt.
Absolut. Viele Menschen mit ADHS führen erfolgreiche, erfüllte Leben. Mit der richtigen Kombination aus Behandlung, Selbstwissen und Strategien lassen sich die Herausforderungen deutlich reduzieren. Nicht selten sind ADHS-Eigenschaften wie Kreativität, Begeisterungsfähigkeit und Hyperfokus sogar echte Stärken.
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